Neues Wohnen - Bauplanung mit Unterstützung der Gemeinde, Infografik: MIEMING Liste 2 Martin Kapeller
Neues Wohnen - Bauplanung mit Unterstützung der Gemeinde, Infografik: MIEMING Liste 2 Martin Kapeller
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Neues Wohnen – Bauplanung mit Unterstützung der Gemeinde

Bauen und Wohnen im Verbund mit der Gemeinde planen. Die Gemeinde organisiert den Grund, unterstützt die Wohnungswerber, die vom ersten Strich der Planung mitreden sollen.

Üblicherweise planen und realisieren Bauträger Wohnprojekte. Sie verkaufen und vermieten. Letzteres eher selten. Die künftigen Bewohner dürfen im Regelfall noch beim Bodenbelag und der Farbe der Fliesen mitreden. Das möchten wir für Mieming ändern. 

Im Falle einer erfolgreichen Wahl wird das Thema „Bauen & Wohnen“ auf unserer Agenda ganz oben stehen. Ihr dürft mich beim Wort nehmen. Wir werden uns allerdings nicht am Wettbewerb „Die Nachfrage regelt den Preis“ beteiligen, sondern möchten für die Gemeinde Mieming ein völlig neues Konzept entwickeln, das dauerhaft Bauen & Wohnen leistbar macht. Auch für die Bau- bzw. Wohnungswerber mit geringem Einkommen.

Die Achentaler Gemeinde Eben macht das vor (s. Tiroler Tageszeitung, Sa. 20.02.2016, Wohn&Raum, „Neues Wohnen am Beispiel Achensee“). Warum das Rad neu erfinden, wenn gute Ideen auf dem Tisch liegen? Der Ebener Bürgermeister Josef Hausberger sagt: „Es war ein Experiment – die Reaktionen haben gezeigt, dass wir den richtigen Weg einschlagen.“

Wir wissen, dass es in Mieming über die vorliegenden Angebote hinaus weiteren Wohnbedarf gibt. Vom Angebot hängt es ab, ob junge Menschen in ihrer Heimatgemeinde bleiben oder ob es sie woanders hin treibt.

Bei dem von uns ebenso favorisierten Gemeindeentwicklungsprozess geht es zunächst um die Ausweisung leistbarer Grundstücke. Danach vor allem um Finanzierbarkeit, Verkehrsanbindung, Nahversorgung und Infrastruktur. Beim Wohnungsbau darf der Aspekt „Gemeinsames Wohnen“ nicht zu kurz kommen. Stichwort „Wohnumfeld“. Fußwege sollten durchlässig geplant werden, Spielplätze für Kinder sind ebenso wichtig wie Begegnungsmöglichkeiten für Jugendliche und Erwachsene, bis hin zur Planung von Wohneinheiten für ältere Menschen.

Das alles wollen wir nicht den Bauträgern alleine überlassen. Bisher lief das bei uns häufig so: Der Bauträger darf bauen, wenn er in seinem Projekt mit mehreren Wohneinheiten ein bis zwei Wohnungen zum Kauf bzw. zur Vermietung für sozial Schwächere einplant. Bevorzugt werden Bauträger, die ihrer Unternehmung das Prädikat „Gemeinnützig“ verleihen. Was immer das letztlich heißt.

Wir möchten, dass die Gemeinde Mieming eine neue, am Menschen orientierte Bau- und Wohnungspolitik entwickelt. Dafür werden wir uns stark machen.

Über die Autorin/den Autor

Michael Sonnweber

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Team der "Mieming Liste Martin Kapeller".

2 Kommentare

  • Hochachtung. Wenn Du das einführen möchtest, wünsche ich Dir und Deinen künftigen Gemeinderäten viel Erfolg. Die Menschen in Mieming, aber auch die politische Gemeinde würden davon profitieren. Am Achensee waren aber wohl Wissenschaftler und andere Beraterteams mit im Boot?

    • Danke Dir, Bernhard, für den Mut machenden Kommentar. In Eben am Achensee waren Communalp (Innsbruck) und die Akademie der Wissenschaften projektbegleitend dabei. Wir werden uns, wenn die Wähler uns ihr Vertrauen schenken, auch neutrale Berater hinzuziehen. Bürgermeister Sepp Hausberger sagte zu seinem Projekt „Dabei handelt es sich um eine Leuchtturmprojekt, da wir selbst entscheiden, wie das Bauvorhaben aussehen soll und diese Entscheidung nicht dem Bauträger überlassen.“ Das imponiert mir.

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